Die Entwicklung der modernen Tissot Damenuhr

Im 16. Jahrhundert erlebte die Wissenschaft eine Blütezeit: Insbesondere in den Disziplinen Astronomie und Mathematik fand eine rege Forschung statt. Dies hatte auch einen maßgeblichen Einfluss auf die Weiterentwicklung der Uhr, denn in dieser Zeit entstanden auf Basis der mittelalterlichen Räderuhr auch einige moderne Uhren, zum Beispiel die Tissot Damenuhr.

Für den europäischen Adel und das wohlhabende Bürgertum wurden nun auch Uhren gefertigt, die auf dem Prinzip der monumentalen Räderuhren basierten, aber eher repräsentativen Zwecken dienten. So fand zu dieser Zeit ein Wandel von der öffentlichen zur häuslichen Uhr statt, Als Material wurde für die Gegenstände in der Regel Eisen verwendet.

Auch Sanduhren waren in Europa in diesem Jahrhundert weit verbreitet, wobei ihre Ursprünge in den arabischen Gebieten lagen, Diese wurden nach östlichem Vorbild hauptsächlich in den Städten Nürnberg und Venedig gefertigt. Allerdings setzte man diese nicht im täglichen Gebrauch ein, da mit ihnen lediglich kurze Zeitabstände gemessen werden konnten. Daher waren sie eher für Schifffahrten geeignet, auf denen die Reisegeschwindigkeit bestimmt werden musste. Ihre Verwendung erstreckte sich bis ins 19. Jahrhundert.

Die Hersteller der Uhren: Aus Schlossern wurden Uhrmacher

Uhren hatten bereits damals einen repräsentativen Charakter, ähnlich den heutigen Armbanduhr Modellen, wie die Tissot Damenuhr. Den Beruf des Uhrmachers gab es zunächst noch nicht: Die Gegenstände wurden damals abgesehen von spezialisierten Einzelkünstlern von Schlossern oder Büchsenmachern hergestellt. Ab etwa 1450 richteten zahlreiche Meister dieser Berufe ihren Fokus auf die Herstellung von Räderuhren und organisierten sich in Zünften. Diese wurden später als Uhrmacher bezeichnet.