Buch drucken: Werkdruck

Printmedien spielen, trotz des wachsenden Einflusses von Internet und Fernsehen, immer noch eine große Rolle. Dazu gehört Zeitschriften- und Zeitungsdruck, Illustrationsdruck, Akzidenzdruck für Karten und andere kleinere Dokument und natürlich auch der Buchdruck.
Möchte man ein Buch drucken, wird der Vorgang als Werkdruck bezeichnet und schließt vor allem alle Bücher ein, die hauptsächlich aus Text bestehen. Bildbände werden eher dem Illustrationsdruck zugeordnet.

Für dieses Druckverfahren gibt es auch spezielles Papier. Das Werkdruckpapier hat durch den Einsatz von Füllstoff ein hohes Volumen, ist besonders lesefreundlich, da keine optischen Aufheller verwendet werden und ist zudem sehr alterungsbeständig. Dieses wird manchmal noch im Hochdruckverfahren, in den meisten Fällen jedoch mit dem Offsetdruck bedruckt.

Möchte man ein Buch drucken, spielt auch der Computer eine wichtige Rolle

Um den Text auf die Druckplatten zu übertragen, wird meist der Computersatz genutzt. Druckfertige Dateien werden auf einen Fotosatz übertragen, von dem dann alle Offsetplatten kopiert werden. Danach werden die Papierbahnen oder –bögen beidseitig bedruckt. Der Hochdruck hingegen wird eher in Kleinbetrieben eingesetzt, die Bücher nicht als Massenware vertreiben. Wenn sie mit einer Druckerpresse ein Buch drucken, ist das Buch anschließend eher ein Kunstobjekt als ein Konsumprodukt.

Nach dem Druck muss das Buch natürlich auch noch gebunden werden. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten – ein Soft- oder Hardcover. Softcover zeichnet aus, dass der Umschlag biegsam und sehr dünn ist, was das Buch vor allem leichter und handliche, dafür aber auch anfälliger für Schäden macht. Hardcover Bücher sehen edel aus und der feste Umschlag bietet ausreichend Schutz für die empfindlichen Seiten. Inzwischen ist das Binden von Büchern mit Fäden oder Draht der Klebebindung gewichen und auch sehr hochwertige Bücher werden verleimt.